Bach-Kantaten

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11. März 2007 - 17:00

... er kennt die rechten Freudenstunden... (Text: Maria Erdinger aus dem Programmheft)

J. S. Bach komponierte vermutlich um die 300 geistliche Kantaten, wovon nur etwas mehr als die Hälfte erhalten sind. Jede Kantate wurde für einen bestimmten Sonntag komponiert und diente in der protestantischen Liturgie zur Einstimmung auf die Predigt.

Die Kantate BWV 12 „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ wurde für den Sonntag Jubilate (3. Sonntag nach Ostern) geschrieben. Der Eingangschoral findet sich im „Crucifixus“ in der „H-moll Messe“ in abgewandelter Form wieder.

Die Kantate BWV 159 „Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem“ hat Bach für den Sonntag Estomihi (7. Sonntag vor Ostern) komponiert.

J. S. Bach verfasste von einigen Kantaten Orgeltranskriptionen. Fünf davon sind in der Sammlung der „Schübler-Choräle“ (benannt nach dem Notensetzer und Musikverleger Johann Georg Schübler) enthalten. Der Choral „Wer nur den lieben Gott läßt walten“ ist eine Bearbeitung der vierten Strophe des Liedes: „Er kennt die rechten Freudenstunden“ aus der Kantate Nr. 93.

Francois Couperin entstammte, ebenso wie J. S. Bach, einer Musikerfamilie. Er komponierte eine Vielzahl an sakralen Werken, darunter auch zwei Messen. Das „Offertoire sur les Grands Jeux“ aus der ersten Messe gilt als sein Meisterwerk für die Orgel und ist mit charakterlich differierenden Sätzen für große Feierstunden gedacht.

 In „Immortal Bach“ von Knut Nystedt strömt der Choral „Komm süßer Tod“ von J. S. Bach durch Variation der Notenwerte über sphärische Grenzen hinaus, um im Wort Frieden wieder in einem Atem zusammenzufließen.

Maria Erdinger

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